Das Interesse, mit kleinen Projekten die Lebensqualität in der LEADER-Region „berkel schlinge“ zu steigern, war erneut groß: Mit den zur Verfügung stehenden Fördermitteln können 24 Projekte in die Umsetzung gehen. Bis Ende November müssen alle Projekte abgeschlossen sein. „Sobald die Projektträgerinnen und Projektträger die Verträge über die Fördermittel unterschrieben wieder bei uns eingereicht haben, können sie mit der Umsetzung starten“, sagt Thomas Rudde vom Regionalmanagement der LEADER-Region. „Auch in diesem Jahr freuen wir uns über die große Nachfrage nach dem Förderprogramm für Kleinprojekte“, sagt Dr. Tom Tenostendarp, Bürgermeister der Stadt Vreden und erster Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe (LAG), dem Entscheidungsgremium der Region. „Gerade Vereine greifen gerne auf die Förderung zurück, da der Aufwand im Vergleich zu anderen Programmen deutlich geringer ist. Wenn die jetzt bewilligten Projekte umgesetzt sind, werden seit 2020 bereits fast 200 Kleinprojekte realisiert worden sein. Das ist ein großer Gewinn für unsere Region“, so Dr. Tom Tenostendarp weiter.
Die Projekte zeigen erneut die Vielfalt des Engagements in der LEADER-Region berkel schlinge. So wird beispielsweise der Aufbau eines Kultur- und Heimatzentrums in Stadtlohn unterstützt. Ein Natur-Erlebnisparcours entsteht ebenfalls in Stadtlohn, der Bildung und Erlebnispädagogik mit Reittherapie kombiniert und auch von Menschen mit Beeinträchtigungen genutzt werden kann. Entlang und im Umfeld der Flüsse Berkel und Schlinge entstehen weitere neue Angebote: In Vreden soll eine Erlebniskugelbahn im Stadtpark an der Berkel umgesetzt werden, während in Südlohn und Oeding neue Panorama-Bänke als attraktive Aufenthaltsorte geschaffen werden sollen.
Zahlreiche Projekte verfolgen zudem das Ziel, das gesellschaftliche Miteinander und die Infrastruktur in den Orten zu stärken. Dazu gehören unter anderem ein „Fairteiler“ zur Förderung von Nachhaltigkeit sowie eine digitale Infostele als Bühne für Engagement und Gemeinschaft.
Mobile Veranstaltungsinfrastruktur und ein Technik-Pool sollen künftig für lokale Initiativen bei der Umsetzung von Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus greifen einzelne Projekte gezielt aktuelle Themen auf: Mit Insektenhotels („Brummbalken“) wird die Biodiversität gefördert, während ein Rollstuhlfahrrad („VeloPlus“) neue Möglichkeiten für inklusive Mobilität schaffen soll.
Auch Maßnahmen zur Nahmobilität sowie neue Sitz- und Aufenthaltsangebote tragen dazu bei, die Region noch lebenswerter zu gestalten. „Die diesjährigen Projekte zeigen, wie viel Engagement und Kreativität in der Region stecken. Mit vergleichsweise kleinen Mitteln können so Angebote entstehen, die das soziale, kulturelle und gesellschaftliche Miteinander nachhaltig stärken“, sagt Thomas Rudde vom Regionalmanagement der LEADER-Region berkel schlinge.
Insgesamt stehen der Region rund 160.000 Euro zur Umsetzung der Kleinprojekte zur Verfügung: 144.000 Euro stammen aus dem Förderprogramm „Regionalbudget“, das aus Bundes- und Landesmitteln im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) finanziert wird.
Weitere 16.000 Euro stellen die Kommunen der LEADER-Region „berkel schlinge“ (Gescher, Stadtlohn, Südlohn, Vreden) zur Verfügung.
Für den eigenen Förderaufruf „Jugend gestaltet Zukunft“ stehen zusätzliche 40.000 € bereit, die ebenfalls durch die GAK-Förderung und die Kommunen zur Verfügung gestellt werden. Auch hier kann voraussichtlich in Kürze mit der Umsetzung von Ideen der Jugendlichen begonnen werden (weitere Infos: www.jugend-gestaltet-zukunft.de).
Fotos:
Gescher: Schulhofgestaltung, ©Oestreich/Stiftung Haus Hall Südlohn: Südlohn, Tampenschwinger, ©Peek/ SC Südlohn 28 e. V. Stadtlohn: PA-Anlage der Wiesentaler, ©Wilde/Stadtlohner Musikkapelle Wiesentaler 1900 e.V. Vreden: Bewegung erleben - Niedrigseilgarten für die Marienschule Vreden, ©Liesbrock/Förderverein der St.-Marien-Schule e.V.Die Hälfte der LEADER-Förderperiode ist geschafft. Wo stehen wir? Konnten wir unsere selbst gesteckten Ziele erreichen? Diese und weitere Fragen beantwortet der Evaluierungsbericht unserer Region hier.
Die LEADER-Regionen im Münsterland treffen sich zweimal im Jahr mit der Bezirksregierung, um sich über aktuelle Entwicklungen, regionale Projekte und strategische Schwerpunkte auszutauschen. Diese regelmäßigen Treffen sind ein zentraler Baustein der Regionalentwicklung und stärken die Zusammenarbeit zwischen den LEADER-Regionen nachhaltig.
Gemeinsamer Austausch zu Förderinhalten und Projekterfolgen
Im Mittelpunkt des Treffens standen ein Rückblick auf die Präsenz der münsterländer Regionen bei der Grünen Woche, Eindrücke aus dem Format „LEADER im Landtag“ sowie aktuelle Themen rund um die Umsetzung des LEADER-Förderprogramms in NRW. Die Gespräche zeigten einmal mehr, wie wichtig der offene Austausch für die Weiterentwicklung der ländlichen Räume ist.
Vor-Ort-Besuch im Tecklenburger Land
Im Anschluss fand eine Begehung des LEADER-Projekts „Teutoschleifchen“ im Tecklenburger Land statt. Das Projekt verdeutlicht exemplarisch, wie LEADER innovative Ideen vor Ort möglich macht und touristische sowie regionale Angebote stärkt. Bedeutung der Zusammenarbeit im Münsterland Die regelmäßigen Treffen der münsterländer LEADER-Regionen machen deutlich, wie wertvoll Vernetzung und gemeinsamer Dialog für eine wirkungsvolle Regionalentwicklung sind. Durch den kontinuierlichen Austausch entstehen Synergien, von denen die Menschen und Orte im gesamten Münsterland profitieren.
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