Fachberatungsprogramm für Unternehmen zur naturnahen Gestaltung von Gewerbegebieten

Innerhalb dieses Projekts soll aufgrund von einheitlichen Förderkriterien ein Beratungsprogramm für gewerbliche Unternehmen in der gesamten Region „berkel schlinge" zur naturnahen Gestaltung ihrer Firmengelände durchgeführt werden.

AKTUELL: Bewilligt und in der Umsetzungsphase

geplanter
Projektstart
ProjektlaufzeitKostenFörderung 
Frühjahr 2019  3,5 Jahre 110.000 65 %  

Beratend unterstützt werden die Kommunen dabei vom Wissenschaftsladen Bonn e.V. (dort läuft ein Programm „Grün statt grau"), der WfG Kreis Borken (Ansprache von Unternehmen, Kenntnisse aus dem Programm „ökoprofit") sowie dem Förderverein Kulturlandschaft Vreden (Ansprache von Unternehmen, Input „Natur"). Den Auftakt dazu bilden dann Eröffnungsveranstaltungen in den Kommunen, wozu alle interessierte Unternehmen eingeladen sind und in denen unter der Beteiligung von Fachreferenten das Beratungsprogramm vorgestellt werden. Eine Auswahl der Unternehmen für die Beratung incl. Erstellung eines Gestaltungskonzeptes soll dann nach zeitlichem Eingang der Interessensbekundungen erfolgen.

Dabei ist angedacht, von den Unternehmen einen Eigenanteil von 250 € pro Beratung zu erheben und nach Zahlung den Beratungsauftrag an den Fachberater weiter zu verweisen. Die Fachberatung könnte in der Art und Weise erfolgen, dass Grundstückspläne von dem Firmengelände vorab an den Fachberater geschickt werden, bei einer Geländebesichtigung Informationen über die gegebenen Möglichkeiten zur naturnahen Gestaltung erfolgen mit einer Skizzierung der abgestimmten Präferenzen. Des Weiteren sollte das jeweilige Unternehmen einen Plan vom Firmengelände mit den dargestellten Aufwertungsbereichen und Pflanzliste erhalten sowie einen Kurzbericht über den Pflegeaufwand und einen groben Kostenrahmen. Zu beachten ist im Rahmen der Fachberatung, dass die naturnahe Gestaltung keine Hindernisse für eine gewerbliche Nutzung mit sich bringt, insbesondere was die größeren Vorratsflächen betrifft. Eine Beratung der Unternehmen im Hinblick auf „Schaffung von Natur auf Zeit" ist demnach nicht Gegenstand der Förderung.

Falls das Unternehmen Maßnahmen, die von der Fachberatung vorgeschlagen worden waren, innerhalb eines Jahres bis zu einem bestimmten Betrag realisiert, wird der Eigenanteil an das Unternehmen zurückerstattet. Da sich aufgrund des zu leistenden Eigenanteils nur Unternehmen anmelden werden, die auch Interesse an einer naturnahen Realisierung ihres Geländes haben, ist davon auszugehen, dass der Eigenanteil in den meisten Fällen zurückerstattet wird und damit nur einen durchlaufenden Posten darstellt. Gleichzeitig erhält die Kommune durch Erstattung des Eigenanteils auch einen guten Überblick über die realisierten Maßnahmen.

 

Projektziele:

  • neue Lebensräume für Tiere (z.B. Insekten) und Pflanzen zu schaffen, ohne dass die Betriebsabläufe der Unternehmen gestört werden.
  • ein naturnah gestaltetes Betriebsareal bietet Lebensqualität für alle Mitarbeiter und sorgt für ein attraktives Arbeitsumfeld, das Kreativität und Leistungsfähigkeit fördert. So wird ein positives Image als attraktiver Arbeitgeber vermittelt.
  • Auch aus Sicht des Klimaschutzes birgt die naturnahe Gestaltung Vorteile. Ein Gründach kann beispielsweise Kühlenergie einsparen und zum verzögerten Wasserablauf bei Starkregen führen.
  • optische und ökologisch Aufwertung von „tristen" Gewerbegebiete, insbesondere ältere Firmengelände.

 

Antragsteller: Stadt Vreden, Burgstraße 14, 48691 Vreden
Ansprechpartner: Frau Christine Grünewald-Tentrup/Frau Hanna Schnetger