Inwertsetzung und Verstetigung Forschermühle Stadtlohn

Ein zentraler Baustein des Regionale 2016-Projektes „Die Berkel! Leben mit dem Fluss" ist die Revitalisierung der stadtbildprägenden Berkelmühle. Dieses Gebäude konnte von der Stadt Stadtlohn 2013 erworben werden. Mit Ablauf des Pachtverhältnisses im Sommer 2016 befinden sich das Mühlengebäude sowie Teile der angrenzenden Freianlagen nun in den Händen der Stadt. Das stadtgeschichtlich und baukulturell wertvolle Mühlengebäude soll einer neuen Nutzung zugeführt werden. Vorgesehen ist ein Nutzungsmix aus Kultur, Tourismus, Bildung, Wirtschaft und Begegnung direkt am Ufer der Berkel.

AKTUELL: Bewilligt und in der Umsetzungsphase

ProjektstartProjektlaufzeitKostenFörderung 
April 2019 29 Monate 84.000,00 65 %  

Neben dem Stadtmarketing und der Tourismusinformation der Stadt Stadtlohn und dem „MiteinanderForum am Fluss" mit einem integrativen Betriebskonzept soll eine „Forschermühle" zentraler Bestandteil der neuen Einrichtung sein. Hier sollen künftig Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren mit Kursen, freien Angeboten und Ferienaktionen spielerisch an mathematische, technische und naturwissenschaftliche Themen herangeführt werden. Als  außerschulischer Lernort soll die Forschermühle somit einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchssicherung in technischen Berufen leisten. Dafür sind nun die Erarbeitung eines wirtschaftlichen Betriebskonzeptes für die kommenden Jahre und der Aufbau nachhaltiger Finanzierungstrukturen erforderlich.

Der Aufbau der erforderlichen Strukturen für die Forschermühle umfasst unter anderem folgende Tätigkeiten:

  • Unterstützung bei der Planung und Gestaltung der neuen Räumlichkeiten
  • Entwicklung eines strukturellen Konzeptes (inhaltlich/finanziell) zur nachhaltigen Etablierung der Forschermühle
  • Konzeption der Lernangebote und Entwicklung des pädagogischen Konzeptes
  • Aufbau und Gründung eines Trägervereins
  • Gewinnung von Bildungseinrichtungen als Projektpartner
  • Gewinnung von Unternehmenspartnern
  • Akquise von Fördermitteln für die Umsetzung

 

Projektziele

Mit der Forschermühle wird das Ziel verfolgt, Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren durch passgenaue Angebote spielerisch an Themen aus dem MINT-Spektrum (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) heranzuführen. Dem liegt die Überlegung zugrunde, bereits in jungen Jahren durch eigenes Forschen und Experimentieren Interesse an diesen Themen zu wecken und späteren Berührungsängsten vorzubeugen. Im Hinblick auf den zunehmenden Fachkräftemangel, der im Münsterland mit seiner mittelständischen Unternehmensstruktur besonders ausgeprägt ist, verspricht dieses Angebot mittel- bis langfristige Milderung.

Die Zielgruppe „Kinder von drei bis zehn Jahre", die künftig Hauptnutzer der Forschermühle sein soll, wird über Kindergärten, Schulen, die Eltern und Unternehmen angesprochen. Hierfür werden geeignete Informationsmedien entwickelt und verbreitet – von der Internetseite bis hin zu Printprodukten.

Das beantragte Projekt dient dazu, zunächst die Voraussetzungen für die Realisierung der Forschermühle zu schaffen. In diesem Kontext stehen unter anderem im Zuge des Aufbaus des Trägervereins, der Gewinnung von Bildungseinrichtungen als Projektpartner sowie der Gewinnung von Unternehmenspartnern wechselnde Zielgruppen im Fokus. Diese werden über geeignete Kommunikationsmedien – von der Pressearbeit über Internetangebote bis hin zu Printprodukten – angesprochen. Darüber hat die die persönliche Kommunikation in der Projektentwicklung einen hohen Stellenwert, denn es gilt, Überzeugungsarbeit zu leisten und Unterstützung und langfristige Partnerschaften aufzubauen.

Da sich die Fertigstellung der Mühle an sich verzögert, zieht das Projekt "Forschermühle" vorerst in eine alte Villa in die Dufkampstraße in Stadtlohn. Hier ist der Start für Ende 2020 / Anfang 2021 geplant.

 

Projektfortschritt
Um die Unternehmen möglichst frühzeitig in das Projekt "Forschermühle" einzubeziehen, wurde im Oktober/November 2019 eine Online-Befragung der Unternehmer in den Kommunen Ahaus, Stadtlohn, Gescher, Südlohn und Vreden im Kreis Borken von der projaegt gmbh entwickelt. Die Wirtschaftsförderung des Kreises Borken hat die Umfrage an ihren Verteiler rausgesendet und projaegt hat sich um die Auswertung der Ergebnisse gekümmert. Der Fragebogen sowie der Verteiler für den Versand des Befragungslinks wurde mit der Stadt Stadtlohn (Auftraggeber) und der Wirtschaftsförderung des Kreises Borken im Vorfeld abgestimmt.
Aktuell (Frühjahr 2020) werden Gespräche mit den Unternehmen geführt, die sich in der Befragung bereit erklärt haben, das Projekt zu unterstützen.

 

Antragsteller: Stadt Stadtlohn
Ansprechpartner: Hermann Kösters