08.11.2019: LAG genehmigt zwei weitere Projekte und beschließt Förderung eines Programms für Kleinprojekte

Gestern traf sich die Lokale Aktionsgruppe (kurz LAG) im kult in Vreden, um über weitere Projekte in der laufenden Förderperiode zu beraten und zu beschließen. Zwei Projekte wurden dabei genehmigt und somit auf den Weg gebracht:

Mit dem Projekt „Zukunft E-Mobilität – Startklar in der Region berkel schlinge" möchten die SVS-Versorgungsbetriebe in Kooperation mit den Stadtwerken Gescher und Ahaus die Erstellung eines Konzeptes sowie die Entwicklung und Erprobung von Produkten zum Ausbau der E-Mobilität in der Region „berkel schlinge" in Auftrag geben. Insbesondere möchte man dadurch der steigenden Nachfrage privater Bürger gerecht werden. Im Wesentlichen geht es bei diesem Projekt darum, Strom aus erneuerbaren Energien aus der Region kontrollierbar für die Mobilität in der Region zu machen. Auch die die Fachkapazitäten aus der Region sollen besser genutzt werden. Dafür soll ein Konzept entwickelt werden, das dann in konkreten Praxisbeispielen mit Bürgern und Unternehmen in der Region erprobt wird. Mehr Infos.


In dem Projekt „CroseWiki – Lebendige Geschichte 2.0 aus dem Dorf mit zwei Herzen" möchte der Heimatverein Ellewick – Crosewick e.V. die Geschichte der beiden Dörfer Crosewick und Ellewick auf eine humorvolle Art und Weise innovativ aufbereiten und diese für die heimische Bevölkerung und Touristen erlebbar machen. So ist geplant, dass Mitglieder des Heimatvereins als sogenannte "Hochtiedsnöger" ( = Hochzeitseinlader) mit geschmückten Fahrrädern zu den einzelnen Haushalten und Bauernhöfen fahren, um dort Geschichten per Audio-Recorder aufzunehmen. Auch Fotos und Informationen sollen dabei digitalisiert, verschriftlicht und archiviert werden. Die gewonnen Informationen und Daten der „Digitalen Nöger" sollen danach in einem Online-Lexikon mit dem Titel „CroseWiki" zusammengefasst werden und wie bei der bekannten Plattform Wikipedia durch weitere Beiträge ergänzt werden können. Mehr Infos.

Die endgültige Entscheidung über eine Förderung und die Höhe der Fördergelder trifft nun die Bezirksregierung Münster. Dazu unterstützt das Regionalmanagement der Region die einzelnen Projektträger bei der weiteren Antragstellung.

Zudem hat die LAG in ihrer Sitzung beschlossen im kommenden Jahr einen Antrag auf Förderung eines Programms für Kleinprojekte zu stellen. Hierfür stehen im Idealfall im Jahr 2020 weitere 200.000 Euro für zusätzliche Projekte zur Verfügung. Finanziert werden sollen damit im wesentlichen kleinere Infrastrukturmaßnahmen mit förderbaren Gesamtkosten von bis zu 20.000 Euro pro Projekt. Die Förderquote beträgt dabei 80 %. Anträge können von allen öffentlichen und privaten Trägern und Person in der Region gestellt werden. In Kürze soll dazu ein Förderaufruf in der Region erfolgen mit den konkreten Förderkriterien und -angeboten.